kurze Texte

Zwischen Sein und Nicht-Sein

zwischen Sein und Nicht-Sein versuchte er sich zu orientieren. Hilfreich und nützlich waren ihm dabei natürlich Routinetätigkeiten wie Aufstehen, Fernsehen etc. Trotzdem die Ahnung, obwohl alles normal erschien, dass das Dasein immer weniger wurde und er sich auf einem langsamen aber stetigen Weg aus der Welt befand. Die Zeiten des Essens wurden ihm wichtiger, da sie sozusagen neben freundlichen aber oberflächlichen und immer selteneren Gesprächen die einzigen Ereignisse waren. Indem er auf diese Weise mehr wurde, entwickelte er sich weiter ins Nichts. Die Zwischenzeiten waren in keiner Weise schmerzhaft oder belastend, allerdings auch keine Zeiten der Freude. Sie waren fast nicht, jedenfalls nicht spürbar. Da seine Kräfte nachliessen und auch ein gewisser Gewoehnungseffekt einsetzte, konnte er dieser Entwicklung nicht wirklich etwas entgegen setzen und so war er mehr nicht als das er war – bis er nicht mehr war.

 

die Sehnsucht nach Wahrheit, die jeden bewegt und doch jeden, entsprechend der eigenen Befindlichkeit zu einem anderen Ergebnis kommen lässt, lässt uns durch die Zeit taumeln. Vernunft und Verständnis hochhaltend und doch hilflos der Welt ausgeliefert. Diese Sehnsucht muss unerfüllt bleiben, die Verstrickungen in denen wir uns befinden nicht durchschauend, sind wir ihnen ausgeliefert und machen uns schuldig. Das Boese tuend, koennen wir uns als die Guten empfinden: die eigene Esistenz – eine Illusion